Bürgermeisterin Anne Heck-Guthe hat angekündigt, nun gemeinsam mit Sparberater Wilhelm Niemann Gespräche mit der Verwaltungsspitze aus Castrop-Rauxel über Kooperationsmöglichkeiten der beiden Städte aufzunehmen. -
In der Ratssitzung am Donnerstag nahm die Bürgermeisterin Stellung zu den Ereignissen Ende Mai, als sie gemeinsam mit dem Castrop-Rauxeler Bürgermeister Johannes Beisenherz in einer Pressekonferenz die Öffentlichkeit über die Aufnahme der Gespräche informieren wollte. Sparberater Wilhelm Niemann war offenbar nicht umfassend informiert. Der eindringliche Bitte der Bezirksregierung Münster, an der Pressekonferenz nicht teilzunehmen, habe sie "nach langem Zögern" entsprochen, um das Verhältnis zu Münster nicht weiter zu belasten, teilte Heck-Guthe dem Rat mit.
Zwischenzeitlich hat sich auch Johannes Beisenherz dazu geäußert. In einem Schreiben an die Bürgermeisterin (liegt der Redaktion vor) bedauert es Beisenherz, dass die gemeinsame Pressekonferenz nicht habe stattfinden könne. Er habe ihn "sehr irritiert und verwundert", dass die Bezirksregierung untersagt habe, Kooperationsgespräche mit der Stadt Castrop-Rauxel aufzunehmen".
Den Faden bald wieder aufnehmen
Dieses gemeinsame Bemühen könne doch nicht als ein Weg aus der Schuldenfalle ausgeschlossen werden. Er biete der Bürgermeisterin an, "den Faden so bald wie möglich wieder aufzunehmen".
Anne Heck-Guthe betonte, dass durch die Einsetzung des Beraters ihre Kompetenzen und die des Rates nicht beschnitten wurden. Dies sei ihr auch in Gesprächen mit dem Regierungspräsidenten und dem Innenministerium bestätigt worden. Es habe sich letztendlich um ein Kommunikationsproblem zwischen Niemann und ihr gehandelt. Sie sei bereit an einer Verbesserung der Situation zu arbeiten und die interne Kommunikation zu verstärken.
Eine weitere Aussprache beantrage Dr. Jens Jordan (FDP) für die Ratssitzung am 21. Juni. Dr. Jordan zeigte sich über das Fehlen von Wilhelm Niemann verwundert. Wie Anne Heck-Guthe mitteilte, sei der Sparberater nicht anwesend, weil die Tagesordnung keine Themen zum Haushalt vorsehe. Persönlich wolle sich Niemann ohnehin nicht zu den Ereignissen äußern, da sei die Bezirksregierung der Ansprechpartner.
"Seine Stellungnahme wäre hier aber schon vonnöten", meinte Dr. Jordan: "Und der Rat schaut bei allem nur zu? So geht das nicht." kö