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Städtischer Entsorgungsbetrieb im Visier |
Verwaltungsvorstand führt Gespräche mit Unternehmensberatern. Fehlbetrag um 250 000 Euro kleiner.
Der beratende Sparkommissar Wilhelm Niemann wird dem Rat in seiner Juni-Sitzung keinen Sparvorschlag zur Entscheidung vorlegen. "Ich hätte mich gefreut, wenn das schon möglich gewesen wäre", sagte Niemann der WAZ. Denn er hatte zuletzt auf der CDU-Bürgerversammlung erklärt: "Ich bemühe mich, in jede Sitzung des Rates mit einem Sparvorschlag zu gehen". Die Stadtverwaltung sei jedoch noch nicht so weit, sagt er nun. "Es wird aber einen Sachstandsbericht geben", sagte Niemann. Der Rat werde erfahren, wie weit die Stadtverwaltung sei. Der Verwaltungsvorstand will als erstes offenbar den städtischen Ver- und Entsorgungsbetrieb einer Untersuchung unterziehen. "Wir sind da in Gesprächen mit Unternehmensberatern", erklärte Stadtkämmerer Wolfgang Brautmeier. Der SPD-Fraktionsvorsitzende Jürgen Siebert hatte ihn im Innenstadt-Ausschuss gefragt, ob es Fortschritte in Sachen Sparplan gebe. Diese gebe es, legte der Kämmerer dar. "Der Fehlbetrag ist um 250 000 Euro gesunken", sagte Brautmeier. Im Entwurf des Haushaltsplans betrug das Defizit 11,6 Mio Euro. Die Kämmerei sei dabei, ein Liquiditäts- und Schuldenmanagement zu etablieren, um die zu hohen Kassenkredite (Dispo) wieder in den Griff zu bekommen. Ein Haushaltssicherungskonzept über die Schuldenentwicklung der nächsten Jahre wird der Kämmerer dem Rat im Juni vorlegen.
31.05.2006 Von
Norbert Jänecke