Er wird eher gehen

CDU-Chef bescheinigt dem beratenden Sparkommissar konsequentes Handeln - und hofft, dass er seinen Hut nimmt

Den Einsatz des beratenden Sparkommissars in Waltrop hält CDU-Vorsitzender Theo Surmann für richtig. "So wie bisher konnte es ja nicht weitergehen", sagte Surmann. Die Stadt müsse heraus aus der Verschuldungsfalle.

Fortschritte auf dem Weg zu einem genehmigungsfähigen Haushalt seien erreicht, hält der Landwirt fest. "Dieses Jahr war das schwierigste", meint Surmann. Er lobt die "konsequente Art des Sparberaters", die dabei hilfreich gewesen sei.

Dennoch meldet der CDU-Vorsitzende Zweifel an. "Ob das nun richtig ist, so schnell vorzugehen - ich weiß nicht", meint der Ratsherr und merkt an: "Wir geben ja ein Stück Waltrop auf".

Das Ziel des Rates müsse es sein, die Stadt zukunftssicherer zu machen. "Das bedeutet aber, nicht alles aufzugeben, sondern umzubauen", betont der dritte Bürgermeister. Darin seien sich beide großen Parteien im Rat einig.

Der Schulterschluss mit der SPD in den entscheidenden Fragen ist dem CDU-Vorsitzenden wichtig. Auch der beratende Sparkommissar Wilhelm Niemann legt Wert darauf, wie Surmann weiß.

Drei Jahre lang soll der beratende Sparkommissar auf Geheiß der oberen Finanzaufsicht in Münster dabei helfen, dass die Stadt ihre Finanzen halbwegs wieder ins Lot bekommt. Das hatte Regierungspräsident Dr. Jörg Twenhöven vor wenigen Wochen erst bekräftigt. Doch Theo Surmann meint: "Ich glaube, dass er eher gehen wird". Die Stadt sei unumkehrbar in Richtung geordneter Finanzen unterwegs. Surmann: "Wir sind ja konsequent diesen Weg gefahren".


09.01.2007   nj